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Freitag, 4. Oktober 2013

Hörbuchvorstellung: Das Mädchen (Stephen King)

Ich muss gestehen: Ich habe mir wirklich dreimal überlegt ob ich die Geschichte beende. Ich habe diesen Roman von Stephen King nicht gelesen, sondern als Hörbuch im Auto gehört und Anfangs (vielleicht auch weil ich es grundsätzlich morgens gehört habe) war es wirklich sehr langatmig und eintönig. Beinahe einschläfernd – was während einer Autofahrt eher kontraproduktiv ist. Natürlich war das Schicksal der verlorengegangen Trisha schrecklich und ein Mädchen allein im Wald ist sicherlich auch keine leichte Kost, aber leider hatte es zwischendurch gewisse Schwachstellen, die ich als pure Lückenfüller aufgefasst habe. Ich schwimme hier sicherlich (mal wieder) gegen den Strom …oder es liegt einfach daran, dass ich mich zu sehr an die harte Kost und den eher extremeren Horror gewöhnt habe, der einem gleich ins Auge springt.Ich fand den Verlauf weder besonders gruselig, noch mitreißend.

Doch im letzten Viertel der Geschichte kam die Wende und es würde sogar wirklich spannend, da Tempo in die Story kam. Trisha hat sich – für ein Kind ihres Alters – gut geschlagen. Es wurde auch alles irgendwie greifbarer und realistischer. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass man (besonders als Kind) die Fantasie besitzt, sich Menschen einzubilden und mit diesen Menschen dann zu sprechen um sich selbst anzutreiben oder Lösungen für ein Problem zu finden. Dass man sich Dinge in der Einöde einbildet – vor allem unter Nahrungsmittel – und Wasserknappheit – ist nichts Neues, wurde hier allerdings gut dargestellt.

Die Liebe des Mädchens zu Tom Gordon war schon sehr niedlich. Stephen King hat es wirklich drauf die Gefühle und Emotionen von Menschen rüber zu bringen und greifbar zu machen. Zu guter Letzt möchte ich allerdings auch sagen, dass es zwischendurch sehr schwer war dem Fachsimpeln über den Sport zu folgen, da ich mich selbst gar nicht damit auskenne. Klar war es für Trisha wichtig aber ich als ‚Hörer’ dieser Geschichte hatte Mühe da mitzukommen. Es ist eine solide Geschichte – doch für mich bewegt sich diese nur im guten Mittelfeld. Seit mir nicht böse.

3,5 / 5 ♥ ♥ ♥ ♥

Mittwoch, 25. September 2013

Der Keller / Beast House Chronicles 1 (Richard Laymon)

- VORSICHT – Dieses Hörbuch ist ab 18 Jahre!
Autor: Richard Laymon
Spieldauer: 06 Std. 48Minuten
Dt. Sprecher: Uve Teschner
Kostet laut audible.de (ohne Abo) 20,95 €

Heute berichte ich euch schnell zwischendurch über ein Hörbuch. Wenn es nach mir ginge, dann ist es eines der besten Hörbucher, die ich seit langem gehört habe. Gefunden haben wir es per Zufall auf Youtube – lieben gelernt haben wir es dann, als wir es komplett über audible hören konnten. In diesem Zuge kann ich euch nur das Flexi-Abo von aufdible empfehlen! Doch worum geht es bei den Beast House Chronicles? Die Saga wurde in 4 Teile gesplittet, und in Teil 1 hat alles seinen Anfang.

Das unscheinbare Haus in der Nähe von San Francisco wird von allen nur "das Horrorhaus" genannt. Denn vor langer Zeit hat es hier eine ungeklärte Mordserie gegeben. Inzwischen ist es eine Touristenattraktion, die täglich zahllose Neugierige anzieht. Nach 16:00 Uhr gibt es keine Führungen mehr, denn einige glauben an eine wilde Bestie die dort im Keller lebt. Einige glauben nicht an die Existenz eines übernatürlichen Wesens und halten das "Horrorhaus" für einen Schwindel, den es aufzudecken gilt. Doch dann gibt es einen neuen Mord. Und noch einen...
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Quelle: popscreen.com

Dieses Hörbuch hat mich absolut begeistert. Richard Laymon's Stil zu beschreiben ist beinahe unmöglich. Man muss es hören und man muss es mögen. In dem ersten Teil gibt es zwei unterschiedliche Handlungen, die am Ende zusammen geführt werden. Die Atmosphäre wirkt gruselig - aber auch ein wenig krank und skuril. Außerdem ist dieses Hörbuch nichts für schwache Nerven. Ein Handlungsstrang beschreibt beispielsweise den Weg eines waschechten Psychopathen, der vor Vergwaltigung und Kindesmisshandlung nicht zurück schreckt (deswegen auch der ausdrückliche Hinweis, dass dieses Hörbuch erst ab 18 Jahren geeignet ist) und über Leichen geht um seine (Ex)Frau wieder zu finden.  Jeder vorgestellte Charakter versucht am Ende hinter das Geheimnis des Kellers zu kommen.

Laymon schreckt dabei vor Brutalität nicht zurück und wer keine 'Angst' vor derartiger Gewalt hat, sollte es sich auf jeden Fall anhören. Eure Ekelhemmschwelle sollte groß sein, liebe Leute!

Uve Teschner's Stimme ist angenehm und ich höre ihn gerne - und das obwohl er Männer sowie Frauen (und auch Kinder) sprechen muss. Es kommt keine Langeweile auf und man will einfach unbedingt wissen wie es weitergeht. Ein wenig musste ich den Stil schon mit American Horror Story vergleichen. Es gab einige Momente, wo ich nicht weiter hören wollte - jedoch kann man einfach nicht widerstehen auch wenn die Beschreibung des Biests allein einem schon Schauer über den Rücken jagen kann. Die Story reißt einen mit und ich kann es kaum abwarten, Teil 2 fertig gehört zu haben.

5/5 ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

(Originaler Post vom 22.03.2013)