Montag, 18. April 2016

Kriegerin der Schatten (Lara Adrian)

Klappentext | Inhaltsbeschreibung: 

Behütet aufgewachsen in einem Dunklen Hafen in Boston, schien Jordana Gates’ Lebensweg stets klar vor ihr zu liegen. Doch dann trifft sie auf den Stammeskrieger Nathan – einen der tödlichsten Kämpfer des Ordens, der seine Missionen stets mit eiskalter Präzision ausführt. Ein impulsiver Kuss entfacht eine tiefe Leidenschaft zwischen den beiden. Doch Jordana ist einem anderen versprochen …
 
Für mich ist es immernoch gewöhnungsbedürftig, dass wir uns mittlerweile schon in der zweiten Generation der Midnight Breed - Reihe befinden. Aus dem kleinen Jungen Nathan, der damals von Hunter und Corinne gerettet wurde, ist mittlerweile selbst ein Ordenskrieger geworden. Natürlich hat mich seine Art und Weise immer an Hunter erinnert. Das ist einerseits sehr schade, weil es in dem Sinne nichts Neues ist, andererseits aber auch verständlich weil beide eben dasselbe Schicksal erlitten haben.
 
Die Gefühlskälte war durch Nathan sehr gut dargestellt, wirkte aber schnell eintöning weil wir es schon kannten. Als er das erste Mal auf Jordana trifft - die übrigens ein sehr sympathisches Erscheinungsbild an den Tag legt - ist er sehr zwiegespalten und hadert mit seiner Vergangenheit. Der innere Kampf beginnt. Aber auch hier ist das leider nichts Neues. Was mich ein wenig gestört hat, waren die langgezogenen, immer wiederkehrenden Erotikszenen. Natürlich ist das bei einem Buch von Lara Adrian nichts Außergewöhnliches, doch irgendwie hat das in diesem Band doch Überhand genommen und wurde einem auf Dauer zu viel.
 
Spannung wird allein durch die Einführung der neuen Bedrohung bzw. der neuen Spezies eingebracht. Das war letztendlich der Grund, warum die Seiten nur so dahin flogen. Es hat mich überrascht, dass Jordana doch noch zu einer sehr wichtigen Persönlichkeit wurde, von der wir in der Zukunft auch noch viel lesen werden. Die Reihe braucht frischen Wind, wenn noch nicht Schluss sein soll, denn sonst wirkt alles schnell ausgelutscht und der Leser langweilt sich.
 
"Kriegerin der Schatten" ist für Fans der Reihe Muss, aber er gehört - auch vom Paar her - nicht zu meinen Lieblingen.

3 / 5 ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Donnerstag, 14. April 2016

Das Camp (Nick Cutter)


Klappentext | Inhaltsbeschreibung: 
 
Ein Mann strandet auf einer einsamen Insel vor der kanadischen Küste. Er ist ausgemergelt, dünn, wirkt mehr tot als lebendig. Und er hat Hunger – einen unstillbaren, schmerzhaften Hunger. Auf der Insel findet er eine Scouttruppe vor. Die Scouts merken schnell: Der Fremde ist krank, todkrank. Egal, wie viel er isst: sein Körper fällt mehr und mehr in sich zusammen. Und dann sehen sie, dass sich etwas unter seiner Bauchdecke bewegt. Während die Scouts überlegen, was zu tun ist, bemerkt ihr Leiter, dass ihn plötzlich ein nie gekannter Hunger quält …
 
 
Bei diesem Horrorthriller war es mal wieder ein einziger Coverkauf über audible, der mich an Nick Cutter heranführte. Beim Stöbern durch die eigene Bibliothek fiel die Wahl schnell auf „Das Camp“. Ich hatte vorher noch nie etwas von diesem Autor gehört oder gelesen. Und ich war wirklich positiv überrascht. Nicht etwa, weil die Story hinter dem Ganzen so wahnsinnig originell war, sondern einfach weil mich die einzelnen Charaktere und der große Ekel begeistert haben. Klingt komisch, ich weiß. Aber ich würde gerne mehr von Nick Cutter lesen.
Wir finden uns in einer klassischen Szenerie wieder: Einer Insel. Das ganze wird aus der Sicht von jungen Pfadfindern und ihrem Gruppenleiter „Tim“ erzählt; nach und nach erleben wir die Geschehnisse aus den verschiedensten Blickwinkeln und erhalten immer mal wieder Hintergrundinformationen, warum die einzelnen Jungen so sind wie sie eben sind. Auch hier haben wir wieder eine recht klassische Truppe, bei dem alles dabei ist: Der Nerd, der Psychopath, der Aggressive, das Großmaul…für jeden etwas dabei!
Der Anfang fällt einem dabei sehr leicht, denn das Vorgeplänkel zieht sich nicht wie Gummi, sondern ist an sich gut inszeniert. Mitten in der Nacht taucht ein unbekannter Fremder auf und klagt über seinen schrecklichen Hunger. Für alteingesessene Horrorfans heißt das sofort „GEFAHR“! Man kann sich denken, dass irgendwas nicht stimmt und trotzdem will man wissen um was genau es sich handelt.
 
Und irgendwann geht es dann auch in die Vollen!
Was man bei diesem Buch bedenken sollte ist die Tatsache, dass wir einen sehr großen Ekelfaktor haben. Medizinische Eingriffe werden bis ins kleinste Detail erklärt. Es ist also nichts für schwache Gemüter! Man ertappt sich selbst auch dabei, wie einem an der einen oder anderen Stelle schlecht wird, weil es einfach sehr genau beschrieben wird. Aber macht nicht genau das den Horror dieses Buches aus?
Als schließlich nach und nach das, was den Hunger auslöst auf andere über springt ist man so gefesselt, dass man unbedingt wissen will wie alles ausgeht.
 
So sehr die Begeisterung bei mir auch ist, was die Inszenierung der einzelnen Jugendlichen angeht, so muss ich doch einen Punkt abziehen, weil die gesamte Handlung ein wenig ZU offensichtlich und vorhersehbar war. Es ist gut geschrieben, keine Frage...für Horroreinsteiger vielleicht auch genau das Richtige, doch mich hat es nicht vom Hocker gehauen. Bin ich eventuell 'zu viel Kummer gewohnt'?
4 / 5 ♥ ♥ ♥ ♥

Donnerstag, 7. April 2016

Zerstört (Karin Slaughter)

Klappentext | Inhaltsbeschreibung: 
 
Eine Leiche in einem ausgebrannten Auto. Unter Mordverdacht: Lena Adams. Dann eine zweite Leiche. Mit Lenas Messer im Rücken. Chief Jeffrey Tolliver lässt alles stehen und liegen, um seiner besten, aber gefährlich labilen Mitarbeiterin zu Hilfe zu eilen. Dabei macht seine Frau Sara Linton gerade selbst die Hölle durch: Sie soll Schuld tragen am Tod eines Patienten. Sara und Jeffrey fahren in Lenas Heimatstadt Reese, wo Gewalt, Drogen und Lügen regieren. Und wo jeder, der sich einmischt, sein Leben riskiert …

Es ist schon eine Weile her, dass ich den letzten Band der "Grant County - Reihe" lesen durfte. Ich bin ein riesiger Fan von Karin Slaughter. Ich liebe ihre Charaktere. Ich liebe ihren Schreibstil...und vor allem liebe ich das Drama und die Spannung. Sie macht - in meinen Augen - alles richtig! Wie bei den anderen Teilen konnte mich auch Zerstört voll und ganz fesseln. Man konnte sofort wieder einsteigen und fühlte sich sofort zu den letzten Geschehnissen zurückversetzt. Und da war es auch wieder: Das Mitgefühl für Sara und Jeffrey. Was müssen diese beiden bitte alles mitmachen? Ich meine...wie viel kann eine Beziehung ertragen? Und wenn man dann auch noch weiß, dass dieser Erzählstrang sich über all die Bände aufgebaut hat, kann ich nur noch den Hut ziehen. Ein durchdachter Thriller, der einem nahe geht.

Was mich (und viele andere auch wie ich bei zahlreichen Rezensionen gemerkt habe) gestört hat, war Lena. An sich ist sie nicht der schlimmste Charakter. Ich mag Ecken und Kanten. Auch wenn vieles was sie tut im ersten Moment unlogisch erscheint, so ist es doch Lena. Sie ist nunmal so. Aber irgendwie wurde die Lena-Show [Habe das irgendwo mal gelesen. Ich übernehme diese Beschreibung einfach mal, da sie mehr als passend ist] nach einer Zeit anstrengend. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben. Vielleicht entsteht dieses Gefühl bei uns, weil gerade Lena das Leben von Jeff & Sara desöfteren schwer macht, ohne es böse zu meinen. Diese Naivität in vielen Fällen bringt uns somit zur Weißglut und macht sie unsympathisch.

Trotzdem mag ich es, dass diesmal Lena's Geschichte erzählt wird. Und ich mag es, dass wir die Sicht von Jeffrey kennenlernen. Auch die Beschreibung der Nazi's in Slaughters Buch ist gelungen. Daran sieht man einfach, dass sich Karin Slaughter bei ihren Charakteren Mühe gibt und nicht einfach nur abfrühstückt was noch auf dem Zettel steht.

Tja....und dann kam das Ende. Was soll ich zum Ende sagen ohne zu spoilern? Es war tragisch und wahnsinnig traurig. Es war auch schockierend und hat einen auch ein stückweit wütend gemacht, weil man mit dieser gnadenlosen Konsequenz nicht gerechnet hatte. Und doch ist gerade das etwas, was einen dramatischen Thriller ausmacht, oder? Wir wussten doch von Anfang an, dass wir hier kein Friede-Freude-Eierkuchen erwarten dürfen.
Die Grant County - Reihe ist damit beendet. Aber es wird weitergehen. Irgendwie. Auch wenn es für eingefleischte Fans hart wird!

4 / 5 ♥ ♥ ♥ ♥

- Monatsrückblick -

M O N A T S R Ü C K B L I C 
M Ä R Z 

 


Gehört: Ich habe meine Playlists und Lieblinge auf Youtube wiedergefunden. Darunter viele Fanvideos. Musik war also recht vielseitig diesen Monat.


Gelesen: Lebendig (Jack Ketchum), City of Ashes (Cassandra Clare), City of Glass (Cassandra Clare).

Gesehen: White Collar ("Neueinstieg" ab Staffel 3). Sons of Anarchy (Rewatch ab Staffel 4). Die Bestimmung 1 & 2.

Gegessen: Sandwichs von Subway. Hähnchennudeln vom Asiaten. Salat und Bratwurst beim Grillen. Alles andere war irgendwie Standard.

Getrunken: ALDI hat jetzt Eistee in Dosen. Wie lecker ist das Zeug bitte?!

Getan: Aufgrund einer Beerdigung mussten wir (leider) in die Zweitheimat. Aber der Harz war mal wieder wunderschön; trotz schlechtem Wetter. Wir haben die zwei übrigen Tage genutzt, um nochmal zum Hexentanzplatz zu fahren. Essen gegangen sind wir auch!
Zudem war ich sehr aktiv, was den Blog angeht. Ich bin vielen neuen Leuten gefolgt; habe mir viel Inspiration geholt und hab mehr Lust auf das bloggen bekommen!
 
Gedacht: „Diese Welt ist manchmal ein sehr, sehr trauriger Ort!" #Zypern #Brüssel

Geärgert: Über Freunde, vor denen man sich rechtfertigen muss.

Gewünscht: Dass der Arbeitsmarkt bald wieder besser aussieht.

Gefreut: Die Familie im Harz wieder zu sehen. Und über unsere Limited Edition von Sons of Anarchy <3
 
Geklickt: Twitter. Ich glaube so viele Tweets hab ich selten in einem Monat rausgehauen. 
 
Gekauft: Ich habe eine neue Tasche. In Rot! Ist sie nicht einfach zauberhaft? Dann gab es noch zwei neue Bücher für den Herzmann ("Devils River" von Thomas Thiemeyer und "Kill Game" von Andreas Winkelmann) und die beiden ersten Teile der Verfilmung "Die Bestimmung" für mich.

 Alle Bilder im Monatsrückblick stammen von meinem Instagram Account.